Traubensilberkerze
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Traubensilberkerze - Geheimtipp bei Frauenleiden

Ihren Namen verdankt die Traubensilberkerze ihrem aparten Aussehen. Von weitem ähnelt die Pflanze tatsächlich einer Kerze. Ihre silbrig-weißen Blüten hängen am Stängel als Traube herunter. Der botanische Name der Traubensilberkerze lautet Cimicifuga racemosa. Die Pflanze zählt zur Gattung der Hahnenfußgewächse. Sie kommt ursprünglich aus Kamtschatka in Ostasien und hat sich durch Teilung und Aussaat immer weiter verbreitet. Die Traubensilberkerze ist inzwischen auch in den USA und im Osten Kanadas heimisch geworden. Dort wächst sie in schattigen Höhenlagen von bis zu maximal 1.500 m Höhe. Die Bezeichnungen Frauenwurzel, Schlangenwurzel oder Wanzenkrautwurzel sind ebenfalls gängig.

Inhaltsverzeichnis

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Die Traubensilberkerze als Pflanze

Die Traubensilberkerze liebt schattige bis halbschattige Standorte, im Idealfalls herrscht eine leichte Luftfeuchte. Der Boden sollte mäßig feucht, durchlässig und kühl sein. Die Traubensilberkerze hat Konkurrenzpflanzen nur wenig entgegen zu setzen. Stark wachsende Nachbarn verdrängen sie deshalb sehr leicht. Die aufrechten Stängel können bis zu zwei Meter in die Höhe wachsen, doch Längen zwischen 100 cm und 180 cm sind durchaus üblich.

Die Blätter der Traubensilberkerze sind dreiteilig gefiedert und einige Sorten bilden rötliches Laub aus. Die Blüten an den langen weißen Blütenkerzen sind zwischen Juni und September eine Bienen- und Schmetterlingsweide. Ihr Duft ist für uns Menschen mitunter unangenehm. Das hat auch einen guten Grund, denn hier setzt die Natur ein olfaktorisches Signal. Genießen wir Menschen die Traubensilberkerze in größeren Mengen, dann könnten sie uns schaden. Die Pflanze beinhaltet einen giftigen Stoffder sogar Fehlgeburten auslösen kann.

Ganz besonders interessant ist die dunkelbraune Wurzel dieser Pflanze. Für die Phytologie steht sie sogar im Mittelpunkt des Interesses. Der Wurzelstock und die Rhizome sind sehr stark ausgeprägt, weil sie der Pflanze als Überwinterungsorgan dienen. Ihre unregelmäßige Knotenform erreicht in etwa eine Dicke von. zwei Zentimetern. Die Wurzel enthält die wichtigen wirksamen Heilstoffe derTraubensilberkerze.

Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze

Im Wurzelstock der Traubensilberkerze lassen sich zahlreiche Substanzen nachweisen, darunter

  • Triterpenglykoside vom Cyclartenoltyp
  • Actein
  • Cimicifugosid
  • Harzfraktion Cimicifugin
  • Alkaloide: Cytisin, Methylcytisin
  • Flavonoide: Isoflavon, Formononetin
  • Phenolcarbonsäuren.

Die Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze gleichen Phytohormonen

Diese Zusammensetzung des außergewöhnlichen Krautes entspricht einem Phytohormon. Es ist ein Wirkstoff, der auf den Hormonstoffwechsel eines Menschen einen ähnlich regulierenden Effekt hat wie körpereigene Hormone. Die Wirkung der Traubensilberkerze kann also mit dem Östrogenen verglichen werden. Aus diesem Grunde wird es vorwiegend bei Frauen zur Erleichterung von Wechseljahrbeschwerden eingesetzt. Im Gegensatz zu klassischen Hormonpräparaten sind Phytohormone weitgehend frei von Nebenwirkungen.

Traubensilberkerze in der Phytotherapie

Die im Dezember 2012 erschienene Apotheker-Zeitung (ÖAZ Nr. 12/2012, ab S. 33) brachte einen fundierten Beitrag zum Thema Phytotherapie-Optionen in der Gynäkologie“ heraus. Der Autor ist der Universitätsprofessor DDr. Johannes Huber. Er leitet seinen Artikel wir folgt ein:

„Die Phytotherapie entspricht in hohem Maße der Geisteshaltung unserer Zeit, die man mit »zurück zur Natur« beschreiben könnte und die durch die Suche nach sanften, ursprünglichen Methoden gekennzeichnet ist. Gerade in der gynäkologischen Praxis hat die Nachfrage der Patientinnen nach natürlichen, geprüften Präparaten bei leichten bis mittelgradigen Beschwerden in den letzten Jahren stark zugenommen. Und tatsächlich gibt es eine Reihe von Pflanzen, die sich in typischen weiblichen Problemfeldern zu Recht einen guten Namen erworben haben.“

Die in der Traubensilberkerze enthaltenen Stoffe sind wichtiger Bestandteil bei Präparaten gegen Frauenleiden. Die Auswirkung von Extrakten der Traubensilberkerze wurde in den letzten Jahren intensiv erforscht. Insbesondere der angeblich lindernde Effekt bei Hitzewallungen in den Wechseljahren ist recht umfangreich dokumentiert. Prof. DDr. Johannes Huber schreibt dazu weiter:

„Die Pflanze, die bereits von den Ureinwohnern Nordamerikas zu Heilzwecken eingesetzt wurde, hat heute ihren festen Platz in der Therapie von menopausalen Beschwerden –vor allem beim neurovegetativen Symptomenkomplex mit Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Als pflanzenspezifische Wirkstoffe werden die Triterpenglykoside Actein und Cimicifugosid beschrieben. Neue pharmakologische und phytochemische Untersuchungen weisen auf eine Interaktion mit verschiedenen Rezeptoren im Zentralnervensystem hin. Neben dopaminergenen Wirkungen konnte eine positive Modulation am GABA-Rezeptor sowie eine Bindungsaktivität am Serotoninrezeptor nachgewiesen werden.“

Die Nutzbarkeit der Inhaltsstoffe ist inzwischen wissenschaftlich dokumentiert und wird immer weiter erforscht. Allerdings fokussieren sich die Dokumentationen fast ausschließlich auf die Extrakte der Traubensilberkerze. Vor diesem Hintergrund sei darauf hingewiesen, dass es auf die Zubereitungsform eines Extraktes und des Präparates ankommt, damit sich die Inhaltsstoffe der Pflanze wirksam entfalten können.

Wirkungen und Nebenwirkungen der Traubensilberkerze

Wechseljahresbeschwerden mit der Traubensilberkerze behandeln
Die Traubensilberkerze gleicht hormonelle Ungleichgewichte in den Wechseljahren aus und hilft so bei der Linderung von Symptomen. Bildquelle: SpeedKingz / Shutterstock.com

Ein Extrakt aus dem Traubensilberkerzenwurzelstock findet Einsatz bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, bei Nervosität und Schlafstörungen sowie bei depressiven Verstimmungen. Alle Ursachen sind ausgelöst durch hormonelle Schwankungen. Diese soll angeblich das Cimicifuga-Extrakt ausgleichen, möchte man der alternativen Medizin Glauben schenken. Das Mittel eignet sich demnach nicht nur für ältere Damen in den Wechseljahren geeignet, sondern auch für junge Frauen mit Menstruationsbeschwerden.

Die Sachverständienkommission E bestätigt die erfolgreiche Erprobung von Traubensilberkerzenextrakt. Das Extrakt der Traubensilberkerze kann angeblich bei zahlreichen Beschwerden Linderung bringen, berichtet die Kommission E:

  • beispielsweise bei Asthma,
  • leichter Diabetes
  • oder Entzündungen.

Die beruhigende Wirkung der Traubensilberkerze

  • kann den Blutzucker regulieren
  • Schmerzen relativieren
  • Schleim, der in den Atemwegen fest sitzt, lösen. Dabei setzt die Traubensilberkerze wohl einen entzündungshemmenden Effekt frei und kann so Verkrampfungen lösen (was allerdings alles noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist)

Die Gynäkologin und Hormonexpertin der Universität Göttingen, Dr. Dana Seidlová-Wuttke, hat für ihre wissenschaftlichen Nachweise, dass Extrakte aus der Wurzel der Traubensilberkerze wirksam sind, einen internationalen Preis für Pflanzenheilkunde erhalten. Die Ärztin hat erforscht und bewiesen, dass charakteristische Begleiterscheinungen in den Wechseljahren, beispielsweise

  • Hitzeschübe,
  • Herzrasen
  • und Stimmungsschwankungen

durch das Extrakt der Traubensilberkerze eventuell gemildert werden könnten. Die Studie zur Wirkung der Traubensilberkerze der Universität Göttingen belegt, dass die pflanzlichen Wirkstoffe außerdem positive Effekte auf Knochen haben können. Sie können helfen, den während der Wechseljahre auftretenden Knochenschwund, die sogenannte Osteoporose, zu verhindern.

Internationale Studien aus den USA und der Schweiz zur Traubensilberkerze

Eine junge Studie aus USA von Kräuterexperte und Bestsellerautor Dr. Ray Sahelian M.D. sagt aus, dass Frauen bei der Einnahme von Traubensilberkerzenextrakt in Tablettenform während einer Studie eine Linderung ihrer Schweißausbrüche verzeichnen konnten. Während der Studie wurden jeweils zwei Gruppen von Frauen behandelt. Eine Gruppe erhielt Placebos zur Einnahme, die andere Gruppe den Wirkstoff der Cimicifuga. Das Interesse an der Staude als Studienobjekt richtet sich bei aktuellen und künftigen Forschungsarbeiten auf den Focus der Wirkung bei Brustkrebspatientinnen.

Dr. Normann Boblitz veröffentlicht in seinem Studienbericht über die Wirkungsweisen der Cimicifuga racemosa, dass die Traubensilberkerze hormonähnliche Pflanzenstoffe beinhalte, die sowohl östrogene als auch antiöstrogene Wirkungsweisen besitzen können. Diese werden als Phyto-SERM bezeichnet (Selektive Östrogen Rezeptor Modulatoren/Selective Estrogen Receptor Modulator).

Zahlreiche Frauen leiden während der Wechseljahre unter unkontrollierbaren Schweißausbrüchen oder unangenehmer Scheidentrockenheit. Die Beschwerden reichen in Einzelfällen bis hin zu schwerwiegenden Depressionen. Einige Frauen sind aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen zeitweise arbeitsunfähig. Die Hormonersatztherapie ist seit vielen Jahren eine unter Heilpraktikern bewährte Methode, die Wechseljahrgebrechen zu lindern. Das dem Körper fehlende Östrogen wird per Hormonersatzbehandlung zugeführt. Wissenschaftlich gesichert sind diese Empfehlungen allerdings bis heute nicht.

Nebenwirkungen der Traubensilberkerze

Die Einnahme von Heilmitteln, die ein Extrakt der Traubensilberkerze enthalten, führt sehr selten zu Nebenwirkungen. Möglich sind Begleiterscheinungen wie leichte Magen-Darm-Beschwerden oder geringfügige allergische Hautreaktionen. Vereinzelt können Spannungsgefühl in den Brüsten oder menstruationsartige Blutungen auftreten. Wechselwirkungen zwischen der Einnahme von Cimicifuga-Präparaten und anderen Mitteln sind nicht bekannt.

Anwendungen der Traubensilberkerze

Die vielfältigen Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze, genaugenommen ihres Wurzelknotens, ermöglichen die Anwendung bei verschiedenartigen Krankheitszeichen. Eine gesicherte, nachgewiesene Wirksamkeit besteht angeblich

  • bei klimakterisch bedingten Syndromen,
  • bei Menstruationsbeschwerden und
  • prämenstruellen Leiden.

Des Weiteren kann das Traubensilberkerzenextrakt in der alternativen Medizin zur Anwendung kommen bei

  • hohem Blutdruck,
  • Depressionen,
  • Krämpfen,
  • Schwindel,
  • Haarausfall,
  • Tinnitus und
  • Rheuma.

Hier sind die Wirkungen aber noch nicht überzeugend und abschließend klinisch erforscht. Erfahrungsberichte zeigen bei Betroffenen positive Veränderungen.

Tinkturen und Cremes mit Traubensilberkerze werden äußerlich angewendet und dienen der Hautpflege. Tabletten und Kapseln mit Traubensilberextrakt sind zur Einnahme gedacht.

Traubensilberkerze bei Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden

Menstruationsbeschwerden
Auch bei Menstruationsbeschwerden hilft die Traubensilberkerze mit einer Linderung der Symptome. Bildquelle: wavebreakmedia / Shutterstock.com

Die sogenannte Menopause läutet die Wechseljahre ein. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Eizellen in den Eierstöcken aufgebraucht. Die Wechseljahre, medizinisch Klimakterium, werden bei vielen Frauen von psychischen Symptomen begleitet. Reizbarkeit, Überempfindlichkeit und Traurigkeit sind in dieser Lebensphase keine Seltenheit. Die Traubensilberkerze soll gegen psychische und nervliche Leiden angeblich unterstützend angewendet werden können.

Die Wechselbeschwerden treten in einem Alter zwischen 45 und 55 Jahren auf, wenn die Eierstöcke die Produktion der Geschlechtshormone herunter fahren und letztlich komplett einstellen. Typische Anzeichen vieler Frauen sind Hitzegefühl und Hitzewallungen. Phytotherapeutika dienen zur Erleichterung der Symptome bei und mildern Schlafstörungen und psychische Instabilität. Die Wurzelextrakte der Traubensilberkerze können auf sanfte Weise helfen.

Von Regelschmerzen kann fast jede Frau berichten. Bei den Symptomen handelt es sich oft um ziehende oder krampfartige Unterbauchschmerzen. Spannungen und Unwohlsein in den Tagen vor der Blutung, starke Krämpfe in den ersten Tagen der Menstruation, Durchfall und Bauchschmerzen bis zum Abklingen der Regel sind keine Seltenheit. In der Medizin werden Menstruationsbeschwerden als Dysmenorrhoe bezeichnet. Der Schmerz tritt vielfach in Wellenform auf. An den ersten beiden Blutungstagen ist der Regelschmerz zumeist am heftigsten.

Die Schmerzen strahlen bei einigen Frauen bis in die Oberschenkel und den Rücken aus. Zahlreiche Hormone, die weiblichen Geschlechtsorgane und auch das Nervensystem sind am komplexen System des Menstruationszyklus beteiligt. Während der Regelblutung schüttet der weibliche Körper Schmerzbotenstoffe aus (Prostaglandine). Diese verursachen das schmerzhafte Zusammenziehen der Gebärmutter. Über primäre Regelschmerzen klagen Frauen mit dem Einsetzen ihrer allerersten Regelblutung. Häufig haben Betroffene jahrzehntelang bis zum Beginn der Wechseljahre unter ihren Beschwerden zu leiden. Eine Schwangerschaft kann zur Besserung der Symptome beitragen.

Sekundäre Regelschmerzen werden bedingt durch organische Erkrankungen. Solche Erkrankungen sind gutartige Tumore oder Zysten in der Gebärmutter oder Entzündungen der Genitalorgane. Ebenso können mechanische Verhütungsmittel wie beispielsweise die Spirale sekundäre Regelschmerzen auslösen. Sekundäre Regelschmerzen werden medizinisch behandelt, falls erforderlich operiert. Doch ein guter Teil der genannten Beschwerden lässt sich, so das Feedback vieler Heilpraktiker, die der alternativen Medizin vertrauen, mit einer gezielten Therapie durch Traubensilberkerzen-Präparate mildern. [1]

Traubensilberkerze bei Haarausfall

Haarausfall
In einer Studie der Uni Hamburg vermochten Präparate der Traubensilberkerze bei Haarverlust helfen. Sie führten zu dichteren und dickeren Haarwuchs. Bildquelle: Andrey_Popov / Shutterstock.com

Der rechtzeitige Beginn einer Behandlung mit Traubensilberkerze Präparaten kann angeblich sogar Haarausfall stoppen, wenn man der alternativen Medizin Glauben schenken will. Deshalb ergreifen von Haarausfall betroffene Menschen am besten früh erste Maßnahmen. Für Männer und Frauen bedeutet der Verlust von Kopfhaar, das nicht nachwachsen wird, eine unangenehme Stressbelastung. Nicht unschuldig daran ist die Eitelkeit der modernen Gesellschaft. Volles, dichtes Haar wird häufig gleichgesetzt mit Attraktivität und Gesundheit. Zahlreiche Menschen, die unter Haarverlust leiden, greifen daher zu medizinischen Mitteln, um den Ausfall zu begrenzen.

Sehr verträglich und ohne schwerwiegende Nebeneffekte hilft ein pflanzliches Präparat, das Wirkstoffe der Traubensilberkerze beinhaltet. Eine Studie der Universität Bochum unter Prof. Peter Altmeyer bestätigt, dass die Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze Haarwachstum positiv beeinflussen könnte. Die Studienteilnehmer freuten sich angeblich nicht nur über dichteren, sondern auch über dickeren Haarwuchs. Außerdem ging die Anzahl der ausfallenden Haare nachweislich zurück, so die Studienergebnisse.

Anhand der Studie wurde ein Präparat auf den Markt gebracht, dass seine Wirkung im Durchschnitt nach sechs Monaten zeigen könnte. Grund ist, dass der Haarwuchszyklus mindestens ein Vierteljahr und maximal acht Monate dauert. Wer ein Haarwuchspräparat (Tonikum) mit Cimicifuga-Wirkstoff anwendet, sollte sich deshalb in Geduld üben.

Die Einnahme von Traubeinsilberkerzenextrakt gegen Haarausfall eignet sich angeblich für Frauen und Männer gleichermaßen. Am besten untersucht sind Mittel, die gegen androgenetischen, also erblich bedingten Haarausfall wirken. Unklar allerdings bleibt, warum der erblich bedingte Haarausfall auf das Haupthaar beschränkt, der Bartwuchs aber nicht betroffen ist. Für die Behandlung ist das ein Vorteil, kann der Haarausfall damit doch selektiv behandelt werden.

Die Mittel arbeiten mit dem Hormon Östrogen und dem Wirkstoff Finasterid und zeitigen schnelle Erfolge. Allerdings sorgen Östrogene für die Ausbildung weiblicher Körpermerkmale, was sich bei Männern unangenehm niederschlägt. [2] Eine wirklich wissenschaftliche Untersuchung gab es zu diesem Thema allerdings nicht und deshalb stellen wir als Redaktion die oben gemachten Aussagen der Studie und der Präparate erst einmal in Frage.

Hautpflege mit Traubensilberkerze

Hautpflege
Cremes mit Traubensilberkerzen-Extrakt sind auch für kosmetische Anwendungen interessant. Die enthaltenen Triterpenglykoside steigern die Produktion des körpereigenen Collagens und führen zu einer Hautfestigung und -Glättung. Bildquelle: Subbotina Anna / Shutterstock.com

Cremes und Gesichtsmasken mit den Inhaltsstoffen der Traubensilberkerze versprechen angeblich eine hydratisierende Wirkung, wenn man den Aussagen der Hersteller Glauben schenken möchte. Gewonnen aus der Wurzel wird die harzähnliche Substanz Cimifugin zusammen mit dem Bitterstoff Racemosin genutzt. In ihnen befinden sich die Triterpenglykoside Actein und Cimifugosid, Phenolcarbonsäuren und Flavonoide, die für die Kosmetik von Interesse sind. Hinzu kommen Stärke, Fettsäuren und Salicylsäure. Die kosmetische Wirkung ist bei Anwendern und Anwenderinnen sehr begehrt, denn die Triterpenglykoside sollen imstande sein, die Produktion des körpereigenen Collagens zu erhöhen.

Collagen ist wichtiger Mitstreiter zur Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts der Haut. Traubensilberkerze soll ebenfalls Einfluss auf die Aktivität der Hyaluronsäure nehmen, die sich ebenfalls stabilisierend auf den Feuchtigkeitsgehalt der Haut auswirkt. Gleichwohl ist die Wirkung wissenschaftlich nicht bewiesen, allerdings berichten Anwender und Anwenderinnen von positiven Ergebnissen bei der Verwendung von Gesichtspflegemitteln mit Traubensilberkerzenextrakt. In Kombination mit Rotklee soll die Wirkung noch besser sein.

Das Ergebnis nach einer regelmäßigen Behandlung mit entsprechenden Hautpflegeprodukten soll sich demnach in einer strafferen, frischeren Haut zeigen, so berichten Anwender. Kleine Fältchen sollen verschwinden und der Teint insgesamt gesünder strahlen. Im Angebot sind neben den Tages- und Nachtcremes für Gesicht und Dekolleté außerdem Reinigungscremes, Körpermilch und Tonikums.

Aufgrund der antibakteriellen, adstringierenden (=zusammenziehend) und porenverfeinernden Wirkung (wissenschaftlich nicht bewiesen!) ist Wurzelpulver der Traubensilberkerze außerdem in weiteren Naturkosmetika verarbeitet. Als Gesichtsfluid ist es in Kombination mit Heilerde erhältlich. Die Wechselwirkungen von naturreiner Heilerde und den Aktivstoffen der Traubensilberkerze sollen gegen Pickel und Mitesser eingesetzt werden. Ebenfalls gibt es eine Zusammensetzung der Traubensilberkerze mit Minze und Zaubernuss als belebenden Gesichtsschaum.

Verbraucher sollten beim Kauf solcher Präparate auf die Liste der Inhaltsstoffe blicken. Wenn die Cimicifuga weit oben in der Liste steht, ist ihr Anteil hoch, steht sie weiter unten im Kleingedruckten, ist der Anteil verschwindend gering. Im Zweifel verlassen sie sich auf Angaben in Prozent. Liegt die Angabe unter fünf Prozent, lässt sich kaum von der versprochenen Wirkung ausgehen.

Traubensilberkerze Präparate

Traubensilberextrakt zur homöopathischen Verwendung

Medizinisch wirksame Heilmittel werden aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze gewonnen. Dazu wird der komplette Wurzelknoten getrocknet und anschließend weiter verwertet. Eine Möglichkeit der Weiterverarbeitung besteht darin, die Extrakte der homöopathischen Dilution zuzuführen. Dabei wird die Urtinktur verschüttelt. Am Ausgangspunkt der homöopathischen Verschüttelung wird die Urtinktur zu einem Teil mit neun Teilen Lösungsmittel verarbeitet.

Dadurch entsteht die als D-Potenz bezeichnete Konzentration. Erfolgt die Verschüttelung im Verhältnis ein Teil auf 99 Teile, ist das Produkt die C-Potenz. Bei einer Verschüttelung von einem Teil Urtinktur mit 49.999 Teilen Lösungsmitteln spricht man von LM- oder Q-Potenzen. Erfolgt die homöopathische Verschüttelung nach Hahnemann, wird für jede Verschüttelung ein neues Glas verwendet. Diese Methode ist in Deutschland erlaubt. Die Dilution per Einglasmethode (nach Korsakoff) hingegen gilt als nicht präzise und wird deshalb von Homöopathen nicht angewendet.

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Kapseln und Tabletten mit Traubensilberkerze

Eine Darreichungsform für die Wirkstoffe der Traubensilberkerze sind Kapseln. Zeitgenössische Kapseln sind geeignet für Veganer. Die Umhüllung des Wirkstoffes ist frei von Lactose, Fructose und Gluten. Die tägliche Einnahmemenge ist der Packungsbeilage zu entnehmen.Kapseln haben die Eigenschaft, ihre Inhaltsstoffe nicht sofort freizugeben. Oft ist die Umhüllung resistent gegen Magensäure, sodass der Inhalt erst im Darm freigesetzt und vom Organismus aufgenommen werden kann. Vor diesem Hintergrund ist zu bedenken, dass die Wirkung gewollt später einsetzt, als es bei Tinkturen oder Tabletten der Fall ist.

Im Prinzip gilt für Filmtabletten genau dasselbe wie für Kapseln. Ihre Wirkung hängt von Faktoren wie Konzentration, Beimischung anderer Inhaltsstoffe und Konstitution des Patienten ab. Tabletten setzen ihre Wirkstoffe im Magen oder Darm frei. Sie enthalten Trägerstoffe, häufig Milchzucker, und sogenannte „Sprengmittel“, die für die Auflösung der Tablette sorgen. Eine Tablette löst sich am besten auf, wenn sie mit viel zimmerwarmer Flüssigkeit aufgenommen wird. Leitungswasser oder stilles Mineralwasser eignen sich am besten. Beachtung erfordert der Dosierungshinweis auf der Verpackung, denn manche Tabletten sollen unzerkaut, andere zerkaut (=eingespeichelt und vorverdaut) eingenommen werden. Wird eine Tablette gut eingespeichelt, werden die Inhaltsstoffe früher freigesetzt und stehen dem Körper entsprechend kurzfristig zur Verfügung.

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Traubensilberkerzentee

Auch der Tee wird aus den Wurzeln der Traubensilberkerze hergestellt. Allerdings gibt es hier einmal die Variante des pulverisierten Tees, der auf Basis aufwendiger Extraktion gewonnen wird. Zum anderen sind Produkte im Handel, die aus den grob zerkleinerten und getrockneten Wurzel- und Rhizomteilen bestehen. Die Wirkungsmöglichkeit der letztgenannten Variante beträgt nur einen Bruchteil eines Tees aus Pulver, denn die Inhaltsstoffe aus den nicht weiterverarbeiteten Wurzeln lösen sich durch das heiße Teewasser kaum auf. Der Anteil der wirksamen Ingredienzien im trinkbaren Tee aus gehackten Wurzeln ist verschwindend gering. Eine verbesserte Wirkung können Anwender dadurch erreichen, dass sie die Wurzelstücke mit einer Reibe weiter zerkleinern.

Quellen:

[1]: Dittmar, Wilhelm Friedrich/Loch, Ernst-Gerhard/Wiesenhauer, Markus (Hrsg.): Naturheilverfahren in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe – Möglichkeiten und Grenzen, Hippokrates Verlag, Stuttgart 3. Auflage 2003

[2]: Caarsen, Björn: Haarausfall Ratgeber – Maßnahmen bei Haarverlust


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